Immobilienwissen
Kaufpreisentwicklung: Häuser und Wohnungen in Remscheid
Der Immobilienmarkt in Remscheid zeigt seit Jahren eine stabile Aufwärtsbewegung, die deutlich moderater ausfällt als in den großen Ruhrgebietsstädten. Für Eigentumswohnungen liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis aktuell bei rund 2.230 Euro, was einem Anstieg von etwa 23,5 Prozent seit 2020 entspricht. Bei Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften bewegen sich die Kaufpreise je nach Lage zwischen etwa 2.650 und 3.040 Euro pro Quadratmeter. Bei Eigentumswohnungen reicht die Stadtteilspanne von etwa 1.736 Euro pro Quadratmeter im Hasten bis rund 2.818 Euro pro Quadratmeter in Hackenberg. Insgesamt liegen die Preise damit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt, was Remscheid für Käufer aus dem teureren Großstadtumfeld attraktiv macht. Für Eigentümer, die verkaufen möchten, bedeutet diese Entwicklung: Der Markt nimmt qualitätvolle Objekte in guten Lagen zuverlässig auf. Häuserhelden empfiehlt, die konkrete Lage im Stadtteil bei jeder Wertermittlung genau zu berücksichtigen, da die Preisspanne innerhalb Remscheids erheblich ist.
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Mietpreise und offizieller Mietspiegel Remscheid 2025
Die Stadt Remscheid verfügt über einen qualifizierten Mietspiegel, der zum 1. Februar 2025 in aktualisierter Fassung in Kraft getreten ist. Dieser wurde nach wissenschaftlichen Standards gemäß Paragraf 558d BGB in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Institut Analyse und Konzepte erstellt und ist für Vermieter bei Mieterhöhungsverlangen verbindlich zu beachten. Die ortsübliche Vergleichsmiete liegt im Schnitt bei etwa 7,7 bis 8,0 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete, in günstigen Lagen ab rund 6,6 Euro und in beliebten Lagen bis etwa 9,4 Euro pro Quadratmeter. Das Marktgeschehen zeigt darüber hinaus, dass Wohnungen auf den Portalen aktuell im Schnitt bei rund 7,98 Euro pro Quadratmeter inseriert werden. Ob in Remscheid die Mietpreisbremse gilt, richtet sich nach der jeweils aktuellen Mieterschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Für Vermieter ist der jeweils geltende rechtliche Rahmen bei Erstvermietungen zu beachten. Häuserhelden begleitet Eigentümer beim rechtssicheren Umgang mit dem Mietspiegel und bei der Positionierung einer Mietwohnung im Markt.
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Bodenrichtwerte in Remscheid laut BORIS NRW
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat zum Stichtag 1. Januar 2025 die aktuellen Bodenrichtwerte für das gesamte Stadtgebiet Remscheid ermittelt. Der stadtweite Durchschnitt liegt bei 196 Euro pro Quadratmeter und ist damit gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Nach dem Anstieg um 4,3 Prozent im Jahr 2024 zeigt der Markt nun eine Konsolidierungsphase. Die Spannbreite ist innerhalb des Stadtgebiets erheblich: Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser werden je nach Lagequalität mit 160 bis 420 Euro pro Quadratmeter bewertet, Reihenhaus-Grundstücke liegen zwischen 215 und 320 Euro, beim Geschosswohnungsbau reicht die Spanne von 155 bis 275 Euro. Historisch gesehen haben sich die Bodenrichtwerte seit dem Jahr 2000 nahezu verdreifacht, vom damaligen Ausgangswert von 74 Euro auf das heutige Niveau. Den Höchststand markierte das Jahr 2021 mit 209 Euro. Offizielle Auskunft erteilt das BORIS NRW Portal des Landes sowie der Gutachterausschuss Remscheid unter 02191 / 16-2468.
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Gefragte Stadtteile und Wohnlagen in Remscheid
Remscheid gliedert sich in vier offizielle Stadtbezirke mit insgesamt über 240 benannten Wohnlagen, was die Auswahl für Käufer und Mieter vielfältig macht. Lennep gilt als exklusivstes Quartier: Die historische Altstadt mit ihren liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern, gepflasterten Gassen und dem angrenzenden Villenbereich rund um Hackenberg erzielt die höchsten Preise der Stadt. Lüttringhausen im Norden überzeugt mit naturnaher Lage, dörflicher Ruhe und gleichzeitig guter Anbindung an die A1, was die Nachfrage bei Familien mit Einfamilienhaus-Wunsch konstant hält. Der Hasten richtet sich eher an preisbewusste Käufer und bietet solide Substanz zu günstigeren Konditionen. Alt-Remscheid als historischer Kern der Stadt vereint urbane Infrastruktur mit gewachsener Bausubstanz aus den Gründerzeitjahrzehnten. Remscheid Süd wiederum profitiert von der Nähe zum Brückenpark Müngsten. Die Lagequalität beeinflusst den erzielbaren Verkaufspreis erheblich: Häuserhelden analysiert für jedes Objekt die mikrolageabhängigen Marktdaten, bevor ein Angebotspreis festgelegt wird.
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Infrastruktur und Verkehrsanbindung Remscheids
Remscheid ist verkehrstechnisch gut in die Metropolregion Rhein-Ruhr eingebunden. Die Autobahn A1 verläuft durch das Stadtgebiet und verbindet Remscheid direkt mit Köln im Süden sowie dem Ruhrgebiet im Norden. Alle drei internationalen Flughäfen der Region, Düsseldorf, Köln-Bonn und Dortmund, sind innerhalb von weniger als einer Stunde erreichbar. Im Schienenverkehr verbindet die S7 (VIAS Müngstener) Remscheid im 10- bis 20-Minuten-Takt mit Wuppertal und Solingen, mit Halten in Lüttringhausen, Lennep und dem Hauptbahnhof. Seit Dezember 2022 stellt außerdem der Düssel-Wupper-Express (RE 47) eine stündliche Direktverbindung zur Landeshauptstadt Düsseldorf her. Im Stadtgebiet selbst fahren 29 Buslinien sowie neun Nachtexpresslinien und drei bedarfsgesteuerte Ruf-Taxi-Routen. Für Eigentümer, die ihr Haus oder ihre Wohnung vermarkten, ist die gute Erreichbarkeit aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet ein echtes Argument gegenüber kaufkräftigen Interessenten, die von teureren Standorten nach Remscheid blicken.
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Demografie und Bevölkerungsentwicklung in Remscheid
Remscheid zählte zum 30. Juni 2025 exakt 114.843 Einwohnerinnen und Einwohner, davon 57.342 Männer und 57.501 Frauen. Im Vergleich zu 2014 ist die Stadtbevölkerung um 4,4 Prozent gewachsen, was im regionalen Vergleich über dem Wuppertaler Wachstum von 3,7 Prozent liegt. Dennoch zeigt sich im kurzfristigen Verlauf eine leichte Schrumpfung: Im ersten Halbjahr 2025 sank die Einwohnerzahl um rund 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unter den aktuell 23.857 ausländischen Mitbürgern spiegelt sich die internationale Prägung der Stadt wider. Die Altersstruktur zeigt einen Seniorenanteil von 22,3 Prozent bei Menschen über 64 Jahren sowie rund 17.455 Kinder unter 15 Jahren. Für den Immobilienmarkt hat diese Demografie eine klare Bedeutung: Kleinere Wohnungen und barrierearme Erdgeschosswohnungen gewinnen an Nachfrage, während klassische Familienhäuser in ruhigen Stadtteilen nach wie vor gesucht sind. Häuserhelden berücksichtigt demografische Trends bei der Einschätzung langfristiger Wertpotenziale.
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Stadtentwicklung und Wohnungsneubau in Remscheid
Der Wohnungsneubau in Remscheid bewegt sich auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau: Im Jahr 2024 wurden laut IG BAU insgesamt 76 neue Wohneinheiten fertiggestellt, davon 22 in Ein- und Zweifamilienhäusern. Die gesamten Bauwerkskosten der fertiggestellten Wohngebäude beliefen sich auf rund 12,7 Millionen Euro. Parallel arbeitet die Stadtverwaltung an der Revitalisierung von Innenstadtimmobilien: An der Alleestraße ist der Umbau eines ehemaligen Kaufhauses zum sogenannten Dritten Ort geplant, ein weiteres Gebäude soll durch Aufstockung neuen Wohnraum erhalten. Das Programm Handlungsprogramm Wohnen legt dabei besonderes Gewicht auf Leerstandsmanagement, energetische Sanierung im Bestand und die Schaffung bezahlbarer Wohnflächen. Der kommunale Wohnbauflächenpotenzialatlas verzeichnet konkrete Bauplätze, die aus dem Flächennutzungsplan abgeleitet werden können. Das knappe Neuangebot stützt mittel- bis langfristig die Bestandspreise, was Eigentümer bei einem Verkauf in eine vorteilhafte Ausgangslage bringt.
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Wirtschaft und wichtige Arbeitgeber in Remscheid
Remscheid blickt auf eine lange industrielle Tradition als Werkzeugstadt zurück: Bereits 1885 erfanden die Brüder Mannesmann hier das Verfahren zur Herstellung nahtloser Stahlrohre. Heute ist Vaillant Deutschland GmbH und Co. KG mit rund 16.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 3,2 Milliarden Euro der mit Abstand größte Arbeitgeber am Standort. Weitere bedeutende Unternehmen sind GEDORE Werkzeugfabrik, Hazet, die Gustav Klauke GmbH sowie Edscha Holding im Bereich Fahrzeugtürscharniere und Oerlikon Textile im Maschinenbau. Insgesamt sind in Remscheid 46.354 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze registriert, acht Unternehmen gelten bundesweit als Weltmarktführer in ihrer Nische. Im nationalen Standortranking belegt Remscheid Platz 72 mit 48 gelisteten Topunternehmen und einem kombinierten Umsatz von knapp 6,9 Milliarden Euro. Diese wirtschaftliche Substanz sorgt für stabile Kaufkraft und sichert die Nachfrage nach Wohnimmobilien, was Verkäufer in einer planungssicheren Position hält.
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Bildung und Familienfreundlichkeit in Remscheid
In Remscheid besuchen rund 16.000 Schülerinnen und Schüler insgesamt 33 allgemein- und berufsbildende Schulen, vom Grundschulbereich über Gymnasien bis hin zu Berufskollegs. Alle Grundschulen der Stadt sind als offene Ganztagsschulen organisiert, was berufstätigen Eltern verlässliche Betreuungszeiten bietet. Daneben existieren zwei Förderschulen mit individuellen Förderangeboten. Im Bereich der Kindertagesbetreuung stehen Einrichtungen für Kinder ab einem Jahr bis zum Schuleintritt zur Verfügung; Gruppen mit 17 bis 25 Kindern können in Teilzeit oder Vollzeit betreut werden. Die Stadt plant den Aufbau von Familienzentren an Grundschulen, die neben Betreuung auch Beratung zu Erziehungsfragen und früher Sprachförderung anbieten sollen. Die Hochschule Remscheid ergänzt das Bildungsangebot auf tertiärer Ebene. Für Immobilienvermarktung ist die Nähe zu gut bewerteten Schulen ein messbares Verkaufsargument: Häuserhelden hebt in Exposees gezielt die schulische Infrastruktur im jeweiligen Stadtteil hervor.
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Freizeit, Lebensqualität und Besonderheiten Remscheids
Remscheid überrascht mit einem ungewöhnlich breiten Freizeitangebot für eine Stadt seiner Größe. Das bekannteste Wahrzeichen ist die Müngstener Brücke, mit 107 Metern Höhe die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, die den Brückenpark Müngsten mit Hunderttausenden Besucherinnen und Besuchern jährlich zu einem regional bedeutenden Ausflugsziel macht. Der direkt angrenzende Naturpark Bergisches Land bietet weitläufige Wanderrouten und Radwege in bewaldeter Mittelgebirgslandschaft. Kulturhistorisch ist das Stadtmuseum bedeutsam, das das Deutsche Röntgen-Museum beherbergt: Wilhelm Conrad Röntgen, Entdecker der Röntgenstrahlen und erster Nobelpreisträger für Physik im Jahr 1901, wurde in Lennep geboren. Die historische Lenneper Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und Kopfsteinpflastergassen bietet zudem ein attraktives städtisches Ambiente abseits der Hauptstraßen. Diese Kombination aus Industriekultur, Naturerholung und historischem Erbe macht Remscheid zu einem unterschätzten Wohnstandort, den Häuserhelden gezielt in der überregionalen Vermarktung von Objekten kommuniziert.
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