Bevor eine Bank eine Immobilienfinanzierung bewilligt, prüft sie die Rückzahlungsfähigkeit des Antragstellers. Die Schufa-Auskunft ist dabei bekannt, aber nicht der einzige Baustein. Dieser Artikel zeigt, was in die Bonitätsprüfung einfließt und wie Sie sich darauf vorbereiten können.
Warum die Bonitätsprüfung über die Finanzierung entscheidet
Eine Immobilienfinanzierung ist für die Bank ein langfristiges Risiko. Bevor sie ein Darlehen bewilligt, will sie deshalb wissen, ob der Antragsteller die monatliche Rate über die gesamte Laufzeit zuverlässig zahlen kann. Diese Prüfung nennt sich Bonitätsprüfung und entscheidet maßgeblich darüber, ob und zu welchen Konditionen eine Finanzierung überhaupt möglich ist.
Die Schufa-Auskunft: was darin steht
Die Schufa-Auskunft ist eine der zentralen Informationsquellen für Banken. Sie enthält unter anderem die Zahlungshistorie, also ob Rechnungen und Kredite bislang pünktlich bedient wurden, Angaben zu laufenden Krediten und Kreditkarten, sowie einen Score-Wert, der als Indikator für die Kreditwürdigkeit dient. Ein niedriger Score oder negative Einträge können eine Finanzierung erschweren oder zu schlechteren Konditionen führen.
Was Banken zusätzlich zur Schufa prüfen
Die Schufa-Auskunft allein reicht Banken bei einer Immobilienfinanzierung in der Regel nicht aus. Zusätzlich fließen weitere Faktoren in die Prüfung ein:
- Regelmäßiges Einkommen und dessen Nachhaltigkeit: wie stabil und dauerhaft ist das Einkommen tatsächlich.
- Bestehende monatliche Verpflichtungen: andere Kredite, Leasingverträge oder Unterhaltszahlungen.
- Haushaltsrechnung: das verfügbare Einkommen nach Abzug aller laufenden Kosten.
- Beschäftigungsverhältnis: unbefristet oder befristet, und ob sich der Antragsteller noch in der Probezeit befindet.
Erst die Gesamtschau aus diesen Faktoren und der Schufa-Auskunft ergibt für die Bank ein vollständiges Bild der Bonität.
Wie Sie Ihre Bonität vor dem Hauskauf verbessern können
Wer eine Finanzierung plant, kann im Vorfeld einiges tun, um die eigene Bonität zu verbessern oder zumindest nicht unnötig zu belasten:
- Kleinkredite und Kreditkartenschulden reduzieren: weniger laufende Verpflichtungen verbessern die Haushaltsrechnung.
- Eigene Schufa-Auskunft vorab prüfen: über das kostenlose Auskunftsrecht nach Art. 15 DSGVO, um Fehler frühzeitig zu erkennen.
- Unnötige Kreditanfragen vermeiden: gerade kurz vor der Finanzierung keine weiteren Anfragen stellen, die sich negativ auswirken können.
- Unterlagen vorbereiten: aktuelle Einkommensnachweise und eine Übersicht laufender Verpflichtungen bereithalten.
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Unverbindlich beraten lassenHäufige Fragen zu Bonität und Schufa
Was steht in der Schufa-Auskunft?
Zahlungshistorie, laufende Kredite und Kreditkarten sowie ein Score-Wert als Indikator für die Kreditwürdigkeit.
Prüfen Banken nur die Schufa?
Nein. Zusätzlich prüfen Banken Einkommen und dessen Nachhaltigkeit, bestehende Verpflichtungen, die Haushaltsrechnung und das Beschäftigungsverhältnis.
Wie verbessere ich meine Bonität vor dem Hauskauf?
Kleinkredite reduzieren, eigene Schufa-Auskunft vorab prüfen, unnötige Kreditanfragen vermeiden.